INKLUSION IM ERLANGER WALDORFKINDERGARTEN UND DER WALDORFKRIPPE

Inklusion

Inklusion ist ein Menschenrecht und bedeutet Zugehörigkeit. Jede Nationalität, Glaubensrichtung und Weltanschauung, sowie Kinder mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen, bei uns ist jeder willkommen.

Inklusion in unserem Kindergarten basiert auf dem Grundgedanken, dass jedes Kind individuelle Besonderheiten und Bedürfnisse hat. Für alle Kinder beinhaltet unser pädagogisches Konzept ausgleichende Elemente.

Dies alles ist zum einen im Hinblick auf den immer kompakter und anspruchsvoller werdenden Alltag in den Familien wichtig und zum anderen für die besonderen Kinder, deren Bedürfnisse auf diesem Gebiet der ausgleichenden Elemente noch größer sind.

Das bedeutet, dass ein klar strukturierter Tages- Wochen- und Jahresablauf in der Gruppe stattfindet, der es auch ermöglicht, Räume für die Kinder zu schaffen, die einen verstärkten Bedarf individueller Betreuung haben.

Dadurch wird eine optimale Basis für die individuelle Entwicklung aller Kinder bereitet, die wiederum jeweils impulsgebend für den Prozess in der Kindergartengruppe ist.

Das Menschenbild Rudolf Steiners und die daraus entwickelte Pädagogik und insbesondere die drei Säulen der Waldorfpädagogik sind Grundlage der inklusiv geführten Kindergarten- und Krippengruppe:

Rhythmus und Wiederholung

Der Tagesablauf gestaltet sich in einem immer wiederkehrenden Rhythmus, was den Kindern Sicherheit und inneren Halt vermittelt. Durch die Wiederholungen der lebenspraktischen Tätigkeiten, wie z.B. Tisch decken, tägliche Essenszubereitung, Raumordnung und -pflege und vieles mehr, haben alle Kinder die Möglichkeit, Abläufe in ihrem jeweils eigenen Tempo zu verinnerlichen. Durch das Wiederholen der die Tätigkeiten begleitenden Lieder und Sprüche, werden neben der zusätzlich unterstützenden Eigenschaft zur Verinnerlichung von Abläufen auch die Sprachfähigkeiten und die Fähigkeit des seelischen Mitschwingens der Kinder geschult.

Vorbild und Nachahmung

In einer inklusiven Gruppe können Kinder mit besonderem Förderbedarf beim Spielen mit gleichaltrigen Kindern deren Handlungen beobachten und nachahmen. Die Erzieher/innen achten bei ihren Tätigkeiten im Gruppenalltag stets darauf, dass diese von allen Kindern nachvollziehbar und somit auch nachzuahmen sind. Durch differenzierte Beobachtung wird dabei individuell auf das einzelne Kind eingegangen, damit es in seiner Geschwindigkeit lernt, das Gesehene und Erlebte auszuführen. Dabei gilt, dass die TAT mehr wiegt als das WORT.

"Nicht moralische Redensarten, nicht vernünftige Belehrungen wirken auf das Kind in der angegebenen Richtung, sondern das, was die Erwachsenen in seiner Umgebung sichtbar vor seinen Augen tun."

Rudolf Steiner

Sinne

Durch vielseitige Sinneseindrücke, wie die unterschiedliche Beschaffenheit der natürlichen Spielmaterialien, die die Phantasiekräfte der Kinder anregen, der natürlichen Umgebung im Garten und den jahreszeitlich angepassten handwerklichen Tätigkeiten werden die sozialen, emotionalen, kognitiven, motorischen und kreativen Fähigkeiten der Kinder gefordert und gefördert.

Auch während der geführten Elemente des Tages wie Reigen und Abschlusskreis lernen die Kinder ihre Bewegungen zu den Reimen und Liedern zu koordinieren und entwickeln dadurch ein sicheres Körpergefühl, was maßgeblich für ihre weitere Entwicklung ist.

Zusammenfassend zeichnet sich unser inklusives Konzept aus durch:

  • flexible Betreuungsmöglichkeiten der Kinder, bei festen Abholzeiten,
  • die differenzierte Berücksichtigung der besonderen Bedürfnislage der uns anvertrauten Kinder
  • die intensive beratende und begleitende pädagogischen Erziehungspartnerschaft mit den Eltern und der Zusammenarbeit mit Therapeuten, Ärzten und öffentlichen Stellen und
  • der ständigen Entwicklung der Mitarbeiter in den jeweiligen Schwerpunkten und Anforderungen ihrer Arbeit.